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Integrative Förderung benötigt Ressourcen
23.04.10 | Mit dem neuen Volksschulgesetz werden Kinder mit Lernschwierigkeiten in die Regelklassen integriert. Ich unterstützte die integrative Schulung und ich bin von deren positiver Wirkung überzeugt. Doch nun droht die Umsetzung der Reform zu scheitern – mangels genügender Ressourcen.
Integrative Schulung wirkt sich – dies zeigen Forschung und Erfahrung - positiv auf die Schülerinnen und Schüler aus. Vom gemeinsamen, aber individualisierten Unterricht profitieren begabte Kinder genauso wie Kinder mit Lernschwierigkeiten. Denn die Kinder werden ihrem Leistungsniveau entsprechend gefördert und gefordert.

Um den Erfolg der integrativen Schulung zu gewährleisten, braucht es aber genügend finanzielle Mittel. Ganz falsch wäre es, die Abschaffung der Kleinklassen gar als verdeckte Sparübung zu missbrauchen. Doch bereits heute werden Kinder aus Kleinklassen mit zu wenig oder sogar ohne zusätzliche Unterstützung in grosse Regelklassen integriert, weil das Geld für personelle Aufstockungen fehlt. Trotz dieser Schwierigkeiten will der Kanton nun weitere 320 Millionen in der Bildung einsparen. Angesichts der ehrgeizigen Reformprojekte wird damit der Bildungserfolg der Kinder mutwillig gefährdet.

Das Lehrerteam des Schulhauses Allenmoos hat aus diesem Grund eine Protestaktion gestartet und macht auf weitere Probleme aufmerksam: der administrative Aufwand ist durch die Reformprojekte enorm gestiegen, das Unterrichtsmaterial ist für den individualisierten Unterricht nicht geeignet. Dem Protest des Schulhauses Allenmoos haben sich bereits weitere Schulhausteams in der Stadt Zürich angeschlossen. Deshalb habe ich mit dem SP-Gemeinderat Christoph Gut eine Motion eingereicht, die den Stadtrat beauftragt, genügend personelle und räumliche Ressourcen bereitzustellen, damit die Umsetzung des Volksschulgesetzes ein Erfolg wird. Namentlich ist sicherzustellen, dass im Durchschnitt pro Schulkreis jede Regelklasse mit 1.6 Vollzeiteinheiten (VZE) dotiert ist.

Der Kanton senkt lieber die Steuern, statt seinen Verpflichtungen nachzukommen. Die Stadt Zürich muss hier also in die Bresche springen. Im Interesse der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Lehrerinnen und Lehrer und der Qualität unserer Volksschule.



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Motion im Gemeinderat
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